Neues Leben für die Hochhäuser

HNA Artikel vom 1. Januar 2019 / Fotos @Axel Gödecke

Northeim wird für Studenten attraktiv: Über vier Jahre stehen die drei Hochhäuser in der Northeimer Südstadt leer. Das wird jetzt anders - wir erklären, warum.

Jetzt ist wieder Leben eingekehrt, es laufen erste Bauarbeiten. Die Northeimer Wohnungsgesellschaft, die die drei Wohntürme wie auch viele andere Wohnungen in der Kreisstadt 2017 übernommen hat, will alle drei Gebäude im kommenden Jahr wieder öffnen und für Wohnzwecke reaktivieren.

Fast fünf Millionen Euro will die Gesellschaft, die sich selbst das Motto „Schöner Wohnen in Northeim" gegeben hat", in die Sanierung der Hochhäuser stecken, wie Direktor Frank Krienen gegenüber der HNA betont. Alle 116 Wohnungen sollen durchsaniert werden. Auch die Eingangsbereiche sollen großzügig umgestaltet, alle Wasserleitungen und Fahrstühle erneuert werden.

Die Wohnungsgesellschaft war im Mai dieses Jahres in die Schlagzeilen gekommen, weil sich Mieter über Müllberge und ungepflegte Außenanlagen beschwert hatte, Handwerker warteten auf die Bezahlung ihrer Rechnungen. „Die Probleme sind alle längst vom Tisch", sagt Krienen. Seine Gesellschaft werde nicht mehr über die Firma Altro Mondo verwaltet, sondern verfüge über ein eigenes Budget und sei sehr solvent.

Dies zeige sich auch in den Investitionen. So seien seit Juni vorigen Jahres 300 Wohnungen sowohl in der Südstadt als auch in der Mittel- und der Nordstadt (Sultmer) saniert worden. Kosten: 3,5 Millionen Euro.

Hoher Bedarf

Von den 400 leeren Wohnungen, die die GmbH 2017 in ganz Northeim übernommen habe, seien mittlerweile 360 vermietet. Insgesamt verfügt die Gesellschaft in der Kreisstadt über rund 840 Wohnungen. „Der Bedarf nach Wohnraum ist da", sagt Krienen, „deshalb reaktivieren wir jetzt die Hochhäuser." Auch Neubauten seien in Northeim geplant.

Grund für die Reaktivierung der drei neun- bis elfgeschossigen Hochhäuser in Northeims Südstadt ist die große Nachfrage nach Wohnraum in der Kreisstadt, betont Frank Krienen, Chef der Northeimer Wohnungsgesellschaft. Die Hochhäuser seien deswegen interessant, weil dort die Möglichkeit bestehe, auch Zweiraum-Wohnungen zu schaffen. Danach gebe es eine riesige Nachfrage, fährt Krienen fort. Besonders gefragt seien die Wohnungen in der Northeimer Südstadt mittlerweile auch bei Göttinger Studenten. Sieben frisch sanierte Wohnungen im Haus Martinsgsraben 17 gleich neben dem ersten Hochhaus seien bereits an Studentenwohngemeinschaften vermietet.

Ebenso weitere sieben Wohnungen in einem Haus an der Hans-Holbein-Straße. In einem weiteren Gebäude, Hans Holbein-Straße 34, entstehen 14 neue Wohnungen für Studenten-Wohngemeinschaften, sieben seien bereits fertig saniert und teils auch schon vermietet.

„Clever Living"

„Clever Living" nennt die Wohnungsgesellschaft ihr Konzept, das speziell auf Studenten abzielt. Es gibt in jeder Wohnung einen Gemeinschaftsraum, eine komplett eingerichtete Küche, ein saniertes Bad und abschließbare Einzelräume. Die Grundmiete inklusive Nebenkosten beträgt je nach Größe zwischen 200 und 499 Euro pro Monat. Krienen: „Das ist für Studenten attraktiv, denn die Mieten in Göttingen sind deutlich höher."

Konzentration

Mittelfristig plant die Eigentümerin der Südstadt-Wohnkomplexe, sämtliche Studenten-Wohnungen in den ersten Wohnturm an der Ecke Martinsgraben/Hans-Holbein-Straße zu konzentrieren, der jetzt reaktiviert werden soll. Auch die Zentrale der Wohnungsgesellschaft soll im Erdgeschoss ihr neues Domizil finden.

Altengerechtes Wohnen

Das mit neun Etagen kleinste Hochhaus, Hans-Holbein-Straße 32, soll komplett für alten- und behindertengerechtes Wohnen reserviert werden. Krienen: „Wir versuchen gerade, hierfür einen Betreiber zu finden, der dort betreutes Wohnen anbieten kann".

Möbliertes Wohnen: Das mittlere Hochhaus, in dem sich die Heizzentrale für alle Südstadtgebäude befindet, soll für normale Wohnungen gedacht sein. Eine weitere Möglichkeit, die Krienen und seinem Team vorschwebt, ist die Vermietung von kleineren, fertig möblierten Wohnungen an Geschäftsleute. Auch hier gebe es Nachfrage. Die Sanierung aller drei Hochhäuser soll nach der Planung der Gesellschaft innerhalb von neun Monaten geschafft sein. Dann wäre zum Oktober 2019 Einweihung.

Parkhaus

Schließlich soll auch das Parkhaus in der Südstadt mit seinen 80 Einstellplätzen renoviert und wieder in Betrieb genommen sowie alle zu den Hauskomplexen gehörenden Parkplätze mit Schrankenanlagen oder umlegbaren Pollern versehen werden. Die Stellplätze können dann für 27,50 Euro im Monat gemietet werden, so Krienen.

Investieren will die Gesellschaft auch weiter in die Gestaltung der Außenflächen an allen Standorten in Northeim. So sollen über ein Dutzend Spielplätze neu bestückt, Plätze für Mülltonnen eingezäunt und weitere Pflanzungen vorgenommen werden. In der Südstadt soll es an den Wegen ein neues Beleuchtungskonzept mit Bodenstrahlern geben.

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